Rasseninfos

Der Poitou-Esel (franz. Baudet du Poitou) ist eine gefährdete Großeselrasse, die nach dem Gebiet Poitou (Region Poitou-Charentes , Hauptort Poitiers ) im Westen Frankreichs benannt ist. Die Rasse ist seit dem 11. Jahrhundert bekannt, vermutlich aber schon früher entstanden. Anfangs war sie in Südwestfrankreich verbreitet, heute gibt es allerdings nur noch wenige Reinzuchten.

Die Hengste erreichen ein Stockmaß zwischen 140 und 150 cm, die Stuten zwischen 135 und 145 cm.

Der Poitou-Esel wirkt massig und hat häufig ein langes, zotteliges Fell, das meist dunkelbraun ist. Maul, Augenränder und Bauch sind weißgrau mit einem rötlichen Farbton als Übergang zum dunkelbraunem Fell, das manchmal auch einen hellen Braunton haben kann. Die Rasse wurde vor allem für die Feldarbeit gezüchtet. In Kreuzungen mit dem Poitevin wurde sie zur Züchtung für ungewöhnlich große Maultiere eingesetzt, unter anderem auch für militärische Zwecke.

1977 betrug der weltweite Bestand noch 44 Tiere. Im Rahmen eines staatlichen französischen Zuchtprogramms und der Gründung eines Zuchtbuches B wurde der Bestand erhöht. In dem Zuchtbuch B wurden Tiere, die zwischen 50% - 99,22% Poitou-Esel-Blutanteil aufwiesen aufgenommen. Es waren Esel unbekannter Herkunft, aber typischen Exterieur der Poitou-Esel. Dieses Zuchtbuch wurde 2007 wieder geschlossen.

Heute müssen alle Poitou Eselfohlen von Eltern abstammen, die im Stutbuch A oder B registriert sind. Nach entsprechenden genetischen Tests kann dann das Fohlen entsprechende französische Staatspapiere erhalten.