Haltung

Generell ist anzuraten, sich vorsichtig an die Haltung eines Shire Horses heranzuwagen. Denn bereits der erste Kontakt könnte süchtig und abhängig von diesen wunderbaren Tieren machen. Diese Pferde haben eine unglaubliche sanfte und majestätische Ausstrahlung und drängen sich einem förmlich als Freizeitpartner auf. Dabei werden sehr schnell einige Probleme, die mit dem größten Pferd der Welt auftreten, übersehen.

Das erste größere Problem ist die Größe des Pferdes. Shire Horses können nun einmal eine Widerristhöhe von 1,90 m und mehr erreichen, weswegen eine normale Warmblutbox zu klein ist. Selbst die klassische Faustregel 2 x Widerristhöhe im Quadrat ergibt einen noch nicht optimalen Wert. Wir empfehlen Boxengrößen von mindestens 16 qm mit dazugehörigem Paddocks von nochmals 16 qm. Ja nach Pferd werden Sie dann trotzdem noch das Gefühl haben, dass die Box etwas größer sein könnte.

Das zweite Problem sind gewaltige Hufe von Pizzagröße, welche durchaus eine Herausforderung für einen „normalen“ Hufschmied sein könnte. An Futterkosten sollten Sie ungefähr 1.200,00 €/Jahr kalkulieren. Bei entsprechender Haltung und gesunder Zucht halten sich die Tierarztkosten im Rahmen eines Warmblüters. Etwas schwieriger wird die Wahl des Zaumzeuges und des Satteln, bedingt durch die Größe. Der große Vorteil liegt allerdings darin, dass kein Ponyhalter ihr Zaumzeug mit ihrem verwechselt.

Shire-Horses sind keine Sportpferde! Zwar ist es möglich, die Tiere bis zur L-Dressur auszubilden; Springen und das längere Galoppieren verbieten sich aber aufgrund des Gewichts (bis 1.200 kg) von selber. Shire Horses sind ausgesprochen gute Schrittpferde, die sich aufgrund ihrer Nervenstärke hervorragend für Landschaftritte eignen. Des Weiteren bieten sich Shire-Horses natürlich als Kutschpferde an, wo sie auch heute noch gerne zu Repräsentationszwecken eingesetzt werden.